Home
Pate
PPP
Platzierung
Blog
Juni und Juli 10
März & April & Mai 10
Jannuar & Februar 10
Dezember 09
November 09
Oktober 09
September 09
August 09
Juni 09
Vorbereitungsseminar
Newsletter
Gästebuch
Impressum


September 2009

Der Alltag ist mehr oder weniger eingekehrt

Das College hat angefangen, die ersten Wochen sind vorbei und schon ist der Alltag da. Und der hält einen wirklich auf Trapp. Um genau zu sein, eigentlich hält mich das College immer schön busy. Es hat auch wirklich ne Zeit gedauert, bis ich das System etwas kapiert hatte und ich auch realisiert habe, dass ich jetzt kein Schüler mehr bin sondern ein „Student“. Das Gute ist, die $ 350 für Bücher sind nicht aus dem Fenster geworfen sondern die Bücher werden auch wirklich benützt. Ich muss zugeben, ich lerne hier wirklich etwas und es ist auch interessant. Wobei ich immer froh bin, wenn ich meine ganzen Assignments, Essays und Zusammenfassungen rechtzeitig einreichen kann. Wie auch immer, einer meiner Kurse dauert nur noch bis Ende Oktober, aber das ist momentan auch mein „Power-Kurs“. Die Zeit danach brauche ich dann auch für die Jobsuche bzw. Bewerbung.

Was für mich immer noch komisch ist: Man spricht die Lehrer beim Vornamen an: „Hey Bob, how are you doing?“. Das kommt mir zugegebenermaßen immer etwas schwer über die Lippen. Auf der anderen Seite ist man aber auch ein bisschen höflicher und benützt das Wörtchen „Sir“. Nach dem Unterricht bzw. der Vorlesung (das sind im Normalfall immer drei Stunden pro „Unterrichtseinheit“) muss ich die Lehrer meistens etwas fragen, weil ich ein paar Sachen nicht so richtig verstanden habe. Wenn sie mich dann kommen sehen, sagen sie immer: „Yes Sir, what can I do for you?“. Da muss ich immer schmunzeln.

By the way: Die Klassengrößen sind wirklich angenehm und lassen ein anderes Arbeiten zu. Meistens sind zwischen 12 bis 15 Leute in einer Klasse, nur einmal sind es 20 Leute. Allerdings muss man zugeben, dass das Bildungssystem hier nicht kostenlos ist, also um einiges teurer als in Deutschland ist.

Allgemeines & Sonstiges

In Appleton war Oktoberfest. Dummerweise war ich nicht da, sondern den ganzen Tag über in Milwaukee. Das Oktoberfest hatte leider schon um 6 Uhr abends zugemacht. Danach zogen die Leute zu den ganzen Bars weiter. Appleton hat ungemein viele Bars. Ein Local hat gemeint, dass Appleton mehr Bars hat als Dallas, Texas hat, ob´s stimmt oder nicht, es sind auf jedenfall viele. Am Abend vorher war große Autoschau mit über 400 Oldtimern. Hatte allerdings meine Kamera vergessen, vielleicht bekomme ich noch ein paar Bilder von anderen Leuten her.

Ansonsten hab ich´s doch tatsächlich geschafft zu windsurfen. Ich hatte dabei richtig Glück. Als ich das so geschafft habe. Als ich zu der Surf-Schule gekommen bin, ist gerade eine Crew aufgebrochen, um an eine andere Stelle vom See zu fahren und sie haben mich gefragt, ob ich mitkommen möchte. War also super! Das Ganze ist hier auch nicht so einfach wie in Deutschland, da 95% der Seegrundstücke in privater Hand sind. Deshalb hatte ich auch Glück, weil ich ohne die Surfschule niemals an diese Stelle vom See gekommen währe.

Meine Gastfamilie musste ich auch wechseln. Lange Geschichte warum, es ging allerdings nicht im Streit ausseinander, sondern wegen besonderen Umständen, die sich plötzlich aufgetan haben.

Ansonsten gibt es hier die schönsten Sonnenauf- und -untergänge, die ich bisher gesehen habe.

Schweinegrippe & Desinfektion

Wie in Deutschland (zumindest vermute ich, dass dies noch der Fall ist) so ist auch hier die Schweinegrippe ein mehr oder weniger großes Thema. Interessanterweise gibt es hier überall Desinfektionsgeräte. Das sind kleine Geräte, unter die man kurz seine Hand hält und dann sind die Hände desinfiziert. Es stehen auch überall, z.B. in Restaurants und Klassenzimmer, kleine Desinfektionstuben herum . Sie sehen aus wie Seifenspender, die einen weißen, seifigen, klaren Glibber beinhalten. Sobald man diesen Glibber heraus presst, wird er flüssig und man reibt die Hände damit ein. Möglicherweise macht man das in Deutschland jetzt auch, aber ist ja ganz interessant, wie die Länder bzw. die Leute unterschiedlich reagieren. Normales Händewaschen mit normaler Seife ist wahrscheinlich genauso effektiv, um Ansteckungen zu vermeiden. Aber eigentlich hab ich da keine Ahnung und bin ja auch kein Virologe bzw. Bakteriologe.


(Bilder bitte anklicken, Beschreibung steht immer unten)

Die kleinen Dinge, die den Unterschied machen

Hier gibt es viele Dinge, die anders sind. Dinge, die dramatisch anders sind und tausende kleine Dinge, die das Leben auf den ersten Blick nicht anders machen aber irgendwie doch. Nehmen wir doch einfach mal McDonalds als Beispiel her, was ja angepriesen wird, überall auf der Welt gleich zu sein. Der Unterschied ist schon mal der, dass die Mitarbeiter ganz andere Kleidung tragen. Ich weiß nicht warum, aber es ist so. Der Hintergrund der Tafel über dem Tresen, auf dem die ganzen Menüs/Burger stehen, ist in den Staaten schwarz, in Deutschland weiß. Und glaubt mir: Ein schwarzer Hintergrund sieht für mich richtig komisch aus. Dann ist das Zubereitungsverfahren ein ganz anderes: Hier werden die Burger irgendwo hinten im Restaurant zubereitet und dann über ein Laufband nach vorne befördert.

Die Strohhalme sind auch anders: Sie schauen erst mal genauso aus wie in Deutschland bei McDonalds: Weiß mit roten und gelben Streifen, aber wenn man das erste Mal anzieht, merkt man den Unterschied. Der Durchmesser ist viel größer! Als ich das erste Mal angezogen hatte (mit der selbstverständlichen Annahme die gewünschte Flüssigkeitsmenge zu bekommen), kam die Cola fast wieder aus der Nase heraus.

Auch das Papier ist anders: der Cheeseburger ist in gelbes Papier eingewickelt, sieht ansonsten aber genauso aus, inkl. dem Aufdruck. Die Verpackung für den Big Mac sieht auf den ersten Blick auch genauso aus wie in Deutschland: genau der gleiche Aufdruck. Aber der Karton ist dann doch ein ganz anderer: wesentlich dicker und stabiler.

Wahrscheinlich werde ich nie eine wirkliche Antwort darauf bekommen, warum die Dinge anders sind, aber es wird schon einen Grund dafür geben. Andere Länder, andere Sitten.

Autofenster immer offen – Hausfenster nicht aufmachbar

Das Autofenster offen, den Wind durch die Haare streichen lassen, die Hand aus dem Fenster hängen lassen: undenkbar in Deutschland, weil man dann ja einen Zug / eine Erkältung bekommt. Also entweder die Amis haben andere Naturgesetze oder man bekommt nicht zwingend einen Zug.

Auf der anderen Seite haben viele Räume bei den Amis überhaupt keine Fenster, obwohl die Räume eine Außenwand haben. Und wenn sie Fenster haben, kann man sie meistens nicht aufmachen. Das liegt daran, dass einfach immer Klimaanlagen benützt werden und auch zum Heizen sind keine klassischen Heizkörper vorhanden, sondern durch Lüftungsschächte wird frische warme oder kalte Luft in die Räume geblasen.

Also das totale Gegenteil: In Autos benutzen wir Klimaanlagen und die benützen Klimaanlagen in den Häusern.

Chicago

Übers Labor Day Weekend (5. & 6. September) habe ich mich mit zwei anderen PPP’lern in Chicago getroffen. Dazu bin ich früh aufgestanden und zwei Stunden mit dem Auto zum Milwaukee Airport gefahren. Weitere zwei Stunden ging’s mit dem Zug nach Chicago Downtown. Während der Zugfahrt durfte ich einen unheimlich schönen Sonnenaufgang erleben. Finally angekommen war es acht Uhr und ich traf mich mit den anderen PPP’lern. Mein erster Eindruck: Ich war enttäuscht. Ich hatte erwartet, dass ich aus dem Bahnhof komme und Leute, Leute, Leute sehen werde. Aber anscheinend haben die Leute besseres zu tun (z. B. schlafen), als Samstag früh um 8 Uhr auf den Straßen herum zu laufen.

Am Anfang lag ein Nebel über der Stadt, was total ulkig aussah, weil die ganzen Wolkenkratzer klar zu sehen waren, bis zu einem bestimmten Punkt, an dem sie dann ganz plötzlich ins weiße Nichts verschwanden. Der Nebel löste sich schließlich auf und dafür kamen die Leute aus ihren Schlupfwinkeln heraus.

Wir hatten uns ein Tagesticket für eine Bustour gekauft, wo wir auf- und abspringen konnten (eine hop-on hop-off Tour). Das haben wir dann auch als Transportmittel benützt und sind von einer typischen Sehenswürdigkeit zur nächsten gefahren. Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass Chicago eine recht „stylische“ Stadt ist, die auch viele schöne ältere Häuser hat. Diese Häuser sehen zwischen diesen ganzen Hochhäusern irgendwie ein bisschen wie Hexenhäuschen aus.

Abends sind wir noch in die Bar auf dem Hancock Tower gefahren und haben uns einen Drink gegönnt. Das war wirklich einmalig. Als wir uns niedergelassen hatten, war es noch hell. Dann ging langsam die Sonne unter und die Straßen und Lichter begannen zu leuchten und letztendlich ist es dann Nacht geworden - wer hätte damit gerechnet :) ?.

War also letztendlich doch sehr gelungen.

Recht ulkig war auch noch, dass wir erst am falschen Hotel waren, wo die Pforte nicht mehr besetzt war. Nachdem wir schon dachten im Auto schlafen zu müssen, haben wir den Fehler dann doch noch bemerkt.




(Bilder bitte anklicken, Beschreibung steht immer unten)

Milwaukee

Auf einer vom College organisierten Tour sind wir nach Milwaukee gefahren. Da werde ich definitiv noch ein paar mal hinfahren. Zum einen war es schöner als erwartet (nachdem mir viele Locals gesagt haben, dass Milwaukee so lala sei), zum anderen muss ich noch unbedingt zum Harley Davidson Museum.

Zuerst waren wir im „Milwaukee Public Museum“. Da war wirklich alles unglaublich aufwendig und schön gestaltet. Es ging um Archäologie, Dinosaurier, das alte Milwaukee, Europa, unterschiedliche Kulturen (Afrika, Südamerika, Asien). Die hatten überall gute Texte und riesige, wirklich extrem aufwendig gestaltete Räume: man dachte, man ist gerade in diesem Teil der Welt. Weiß gar nicht so genau, wie ich das beschreiben soll, deshalb am besten mal selber reinschauen.

Dann waren wir noch im Kunstmuseum von Milwaukee. Es wurde vom spanischen Architekten Santiago Calatrava designed, liegt direkt am Lake Michigan und ist wirklich „unbelievable“. Die Leute streiten sich hier seit einer Ewigkeit, ob es ein Schiff oder einen Vogel darstellen soll. Ich persönlich finde ja es sieht wie ein Rochen aus und jeder war ganz erstaunt, wie ich auf den Gedanken komme. Wie auch immer, die Brunnen vor dem Museum hatten pinkes Wasser.

Im Museum selbst waren Kunstgegenstände und eine Ausstellung von Warhol. Es gab ein Bild, das hat mich echt in seinen Bann gezogen. Warum weiß ich auch nicht. Auf den ersten Blick sah es auch so aus, als hätte ein Affe ein paar Farben genommen und wild durch die Gegend gespritzt. Aber es hatte irgendwie etwas Besonderes an sich. Und kleiner Tipp am Rande: wenn ihr mal vor der „Infinity Chamber“ steht - geht rein! Und: ein wunderschönes altes Kusntwerk aus Nürnberg.

Auffallend ist auch, dass immer wenn man in den Museen in eine neue Sektion geht, eine Liste mit Sponsorennamen (sowohl Privatperosnen als auch Stiftungen und Firmen) aufgeführt is. Diese Museen werden auch zu einem sehr großen Teil Privat finanziert.

Letztendlich waren wir noch in „der Mall“, also dem Einkaufszentrum von Milwaukee. Ein Riesending. Ja, mehr gibt’s da eigentlich nicht zu sagen. Jede Stadt hat so eine Mall, inkl. Essen und allem möglichen (hat wohl auch den Grund, da es hier nicht die „klassische Altstadt“ gibt). Man kann dort eben viel Geld lassen.



(Bilder bitte anklicken, Beschreibung steht immer unten)



Bis Sicherheitsmanahmen ergriffen wurden ist die Kommentar Funktion, aufgrund des Spam aufkommens, temporr geschlossen.



Fatal error: Uncaught Error: Call to undefined function mysql_connect() in /homepages/6/d543621417/htdocs/studyandwork/komm.php:88 Stack trace: #0 /homepages/6/d543621417/htdocs/studyandwork/index.php(180): include() #1 {main} thrown in /homepages/6/d543621417/htdocs/studyandwork/komm.php on line 88